Sonntag, Mai 01, 2016

[Rezension] Eliane Reichardt - Hochsensibel

Als ich per Mail eine Anfrage zu diesem Buch bekam war mir das Thema noch sehr neu und fremd und ich wusste nicht, ob ich vielleicht sogar selbst davon betroffen sein könnte. Ich bin gespannt, ob jemand meiner Leser bereits vorher von der Hochsensibilität gehört hat oder es auch für euch so neu ist, wie es für mich war.



  • Originaltitel: Hochsensibel
  • Autorin: Eliane Reichardt
  • Verlag: Irisiana
  • Genre: Sachbuch
  • Erscheinungdatum: 2016
  • Format: Taschenbuch
  • Seiten: 256
  • Preis: 19,99€ (DE), 20,60€ (A)
  • ISBN:978-3-424-15293-7


Die Autorin:
Die 1959 geborene hochsensible sowie hochbegabte Autorin Eliane Reichardt lebt bei Münster, studierte Architektur, BWL und Psychologie. Mittlerweile arbeitet sie als freie Dozentin, Beraterin und Coach für Hochsensible und Hochbegabte und unterstützt Unternehmen bewim Umgang mit hochsensiblen Menschen.

Klappentext:
Laut Schätzungen ist jeder siebte Mensch hochsensibel und nimmt die Welt um sich herum intensiver und detaillierter wahr als der Rest der Welt. Doch oft weiß er selbst nichts von seiner besonderen Veranlagung, die von anderen Menschen leider nur allzu oft als Schwäche gedeutet oder von manchen Ärzten / Therapeuten gar als psychische Störung gewertet wird. Dieses Buch erläutert das Phänomen Hochsensibilität ausführlich und beschreibt, in welcher Weise hochsensible Menschen Alltagssituationen wie Einkaufen, Schule oder Arbeit erleben. Auch Ausgehen und Feiern fühlt sich für sie anders an...

Wie können sie ihr Leben trotz oder gerade mit ihrer Hochsensibilität am besten meistern? Wie lässt sich die vermeintliche Schwäche Hochsensibilität in eine echte Stärke umwandeln? Und zu guter Letzet: Wie können Hochsensible das in ihnen schlummernde Potenzial erwecken und voll entfalten? 






Was ist Hochsensibilität?
Hochsensible Menschen reagieren stärker auf Reize als der Durchschnitt und verarbeiten diese in besonderer Weise.

Welche Symptome / Eigenschaften gibt es?

  • Schwierigkeiten auf sozialer Ebene
  • Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung
  • Ausgeprägte Empathie
  • Ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, Loyalität
  • Außergewöhnlicher Humor
  • Kreative Fähigkeiten
  • Ausgeprägte emotionale Verwundbarkeit
  • Selbstzweifel, Selbstkritik, Perfektionismus
  • Reiches Innenleben
  • Komplexe Denkweise
  • Sehr gutes Gedächtnis
  • Überdurchschnittliche Intelligenz
  • Empfindlich gegenüber Lärm, Geruch, Geschmack, Licht, Farben und Berührungen
  • Starke Schmerzempfindlichkeit
  • Empfindlichkeit gegenüber Arzneimitteln
  • Abneigung gegenüber SmallTalk
  • sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
  • Vielseitige Interessen

 
Meine Meinung:

Das Buch gewährt Einblick über die Hochsensibilität und ist für Angehörige sowie Betroffene gleichermaßen geeignet. Es verschafft einen guten Überblick und erklärt manches auch sehr anschaulich anhand von Kurven, Tabellen, Zeichnungen und einem Comic.

Das 256-seitige Buch verfügt über ein ansprechendes beige-blau gehaltenes Cover und ist nach dem Vorwort und der Einleitung, welche einen Selbsttest beinhaltet, in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um die Forschungsgeschichte. Das, was die Hochsensibilität ausmacht, was man wissen sollte und über die Vergangenheit sowie Gegenwart, während Teil 2 die Themen "Wie Hochsensible ihren Alltag meistern (können)" und "Langfristiger Umgang mit Hochsensibilität" behandelt. Im Anschluss daran folgt der Anhang mit Nachwort, Danksagung, Weiterführender Literatur, nützlichen Internetadressen und einem Register.

Gerade Teil 2 und insbesonders "Wie Hochsensible ihren Alltag meistern" hat mir als Außenstehende am meisten zugesagt. Aber auch das Kapitel über früher und heute hat mich fasziniert. Hier bekommt man einen guten Einblick in das Leben der Menschen damals, genauer gesagt beginnt es im Jahr 1960 mit einer vierseitigen Erinnerung einer Frau namens Doris, die damals 10 Jahre jung war. Denn Hochsensibilität gab es schon immer, nur kommt es vielen heutzutage als "vermehrt" vor, was das Kapitel wiederum aufklären soll. Man sollte bedenken, dass es früher mit einer 48h Arbeitswoche und kaum technischen Geräten eben anders war als heute in vergleichsweise hochtechnischen Zeiten.


Abschließend möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken, welches mir einen umfangreichen Einblick in die Hochsensibilität geben konnte. Rundum empfehlenswert.


Donnerstag, April 21, 2016

Meine Funko Pop Sammlung ♥


Nun möchte ich euch meine aktuelle Sammelleidenschaft zeigen, eventuell kennen einige die süßen Figuren ja schon. Es handelt sich um Funko Pop! Vinyl Figuren. Die meisten sind 10cm hoch, ein paar einzelne wie zum Beispiel Baymax betragen 15cm. Am meisten sammle ich Disney, Akte X, The Walking Dead (Carol und Daryl befinden sich noch auf dem Weg zu mir :D) und Alice im Wunderland (die Herzkönigin ist auf dem Weg zu mir). Es gibt die sogenannten "Pöpse" ja mittlerweile zu fast jeder Serie, zu fast jedem Film und Spiel. Manche kann man schon sehr günstig auf EMP, Amazon oder Ebay beziehen. Manche Figuren sind leider ziemlich rar und somit entsprechend teuer (Cruella de Vil beispielsweise). Der Lego Wall-E gehört zwar nicht dazu, fand den aber passend, so dass er auch in meiner Funko Ecke Platz nehmen durfte.

Montag, März 28, 2016

[Angespielt] Slime Rancher

Das wohl süßeste Ostergeschenk hat mir dieses Jahr mein Herzmann gemacht, der mir "Slime Rancher" geschenkt hat. Dieses Spiel habe ich schon lange auf meiner Wunschliste und wartete ständig, dass es im Sale angeboten wird. Aber nun überraschte mich mein Herz damit (:


Allgemeines:
  • Genres: Abenteuer, Simulation, Sandbox
  • Entwickler: Monomi Park
  • Publisher: Monomi Park
  • Erscheinungsdatum: 14. Januar 2016
  • Plattformen: Windows, Mac, Linux
  • Preis: 19,99€ (Steam) 
  • Controller: teilweise Controllerunterstützung
  • Sprache: Englisch

Handlung:

"Slime Rancher is the tale of Beatrix LeBeau, a plucky, young rancher who sets out for a life a thousand light years away from Earth on the ‘Far, Far Range’ where she tries her hand at making a living wrangling slimes."

In diesem knuffigen Spiel haben wir verschiedene Nutzflächen, die wir als Gärten, Gehege für Slimes und Hühner oder für Wasser nutzen können. Zusätzlich gibt es die Option, die Gehege zu optimieren, also beispielsweise höher zu bauen, Musik für die Slimes anzubringen - all das mit den farbigen "Ausscheidungen" der Slimes, die wir in einem Automaten zu Spielgeld umwandeln lassen können. Es gibt natürlich auch noch ganz viele Arten von Slimes, darunter gute wie auch böse. 


Meine Meinung:
Bisher finde ich es trotz "Early Access" Status phänomenal und gerade für diesen Status und die frühe Version doch schon ziemlich ausgereift. Aktuell kann man neben dem Hauptgebiet noch zwei weitere freischalten, eines davon ist ein süßer farbenfroher Garten mit erneuter Nutzfläche. Derzeit fehlt es mir an Nichts, es gibt noch so viel zu bauen und zu sammeln, so dass die knapp 20€ in meinen Augen gerechtfertig sind.

Fazit: 
Das absolut süßeste Spiel aller Zeiten, welches schon jetzt einen großen Platz in meinem Herzen hat.

Montag, März 21, 2016

Hair Day - März 2016

Letztes Jahr endete aus Zeitgründen meine Hair Day Reihe, in der ich euch monatlich mein Haarwachstum dokumentierte inklusive der verwendeten Pflegeprodukte. Mein Ziel war und ist es meine Haare auf eine bestimmte Länge zu "züchten" und meine Färbungen herauswachsen zu lassen. Auf dem oberen und unteren Foto seht ihr das aktuelle Ergebnis. Sie sind wieder ein Stückchen länger und die Naturhaarfarbe ist weiter zum Vorschein gekommen, der Ansatz wird also immer größer, was mich natürlich freut! :) Die untere Haarpartie habe ich derzeit mit Directions rot getönt, dies wäscht sich nach einigen Haarwäschen wieder heraus. Auf den beiden Fotos trage ich meine Haare ungeglättet, natürlich wieder ohne Stylingprodukte (benutze ich nie). Als Shampoo nutze ich derzeit ein sensitives Shampoo von Balea, zuvor verwendete ich weiterhin mildes Babyshampoo. Als Haarkur verwende ich momentan das Schwarzkopf BC Therapy. Ansonsten kommt regelmäßig Haaröl und Kokosöl in meine Haarspitzen. Auf Hitze verzichte ich weitestgehend, ab und an (so wie am Tag bevor die Fotos entstanden) föhne ich sie, ansonsten ist lufttrocknen angesagt (was bei meinen dicken Haaren mittlerweile an die 5-8 Stunden dauert).

Freitag, März 18, 2016

[durchgespielt] Life is Strange

In "Life is Strange" geht es kurzgesagt um Teenie Mädchen Max, welches die Zeit zurückspulen kann, um Ereignisse zu verändern. Das Spiel besteht aus fünf Episoden, die eine 5-tägige Schulwoche bilden, eine Episode entspricht einem Tag. Ihre Fähigkeit entdeckt sie eines Tages (Episode 1) auf der Schultoilette, indem sie ihrer alten Freundin Chloe das Leben rettet. Inhaltlich möchte ich nicht sehr viel erwähnen, da ich sonst spoilern würde. 


Wir spielen in der 3-rd Person Sichtweise in der Rolle der fotobegeisterten College-Schülerin Max und entdecken und entwickeln durch das klassische Point & Click Verfahren innerhalb der fünf Tage unsere Zeit-Fähigkeit, fotografieren viel und sind auf der Suche nach der spurlos verschwundenen Rachel und stärken unsere Freundschaft zu Chloe. Die Spieldauer beträgt ungefähr 15 Stunden, bis man mit allen Episoden durch ist. Entwickler ist hierbei Dontnod Entertainment und Publisher Square Enix (bekannt durch: Tomb Raider, Hitman, Final Fantasy usw.). Das Game kostet aktuell auf Steam 19,99€ (alle fünf Episoden).

Ich persönlich sehe "Life is Strange" als absolutes Must Have Game an. Es spricht junge Thematiken wie Selfies, Homosexualität, Drogen und Mobbing an und durch die Suche nach Rachel kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Soundtrack und Grafik sind dazu atemberaubend! Für mich waren es insgesamt 14,9 Stunden die ich mit diesem Spiel verbrachte und ich hoffe sehr, dass Dontnod Entertainment mehr solcher Spiele entwickelt.

Habt ihr vorher schon von "Life is Strange" gehört oder es auch schon durchgespielt? :)

Donnerstag, März 17, 2016

[Rezension] Sophie Seidel - Are you finished? - No, we are from Norway

Im März nahm ich mir das Buch "Are you finished? - No, we are from Norway" zur Hand, welches ich mir im Randomhouse Bloggerportal aussuchte. 


  • Originaltitel: Are you finished? - No, we are from Norway
  • Autorin: Sophie Seidel
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Genre: Sachbuch
  • Erscheinungdatum: 20.04.2015
  • Format: Taschenbuch, eBook
  • Seiten: 271
  • Preis: 08,99€ (DE), 09,30€ (A)
  • ISBN: 978-3-7341-0053-6
Autorin:
Die Münchnerin Sophie Seidel ist Autorin, Journalistin und Kellnerin, die ihre Werke hauptsächlich unter Pseudonymen veröffentlicht. "Are you finished? - No, we are from Norway" ist ihr erstes Sachbuch.




Klappentext:
Die wahren menschlichen Abgründe tun sich dort auf, wo der Mensch isst, trinkt und am Stammtisch sitzt - erkennt die frischgebackene Kellnerin Sophie. Ihre Kollegen geben ihr keine zwei Wochen. Doch Sophie beißt sich durch, stemmt Bierkrüge und vollgeladene Teller und hört nachts zum Abreagieren Metallica. Nur sind weder die Kollegen noch der diktatorische Koch schuld am täglichen Irrsinn: Es sind ihre Gäste, die Sophie Seidel an den Rand des Wahnsinns treiben...

Gestaltung:
Das Taschenbuch ist in einem hellen Blauton gehalten und die Vorderseite schmückt eine Kellnerin, welche wohl die Autorin selbst darstellen soll - mit Föhn und Bierkrug in den Händen. Über und neben ihr sind die Sprechblasen, die den Buchtitel beinhalten, platziert. Auch der Buchrücken wurde mit Sprechblasen geschmückt, hier sind es drei Stück, welche Sätze von den Gästen enthalten, wie "Ich hätte gerne eine Portion Emmentaler. Aber bitte nicht so viele Löcher, ja?". Dieses in der Ich-Form geschriebene Sachbuch ist nach dem Prolog, in dem man erfährt, wie es zu diesem Buch kam, in 14 Kapitel eingeteilt und im Anschluss daran folgen Epilog, Glossar, indem einige bayerische Begriffe erklärt werden, und letztlich der Dank.

Meine Meinung:
Sophie tritt ihren ersten Arbeitstag im Münchner "Bräufassl", einem Top Lokal inmitten Münchens, an und macht nicht nur Bekanntschaft mit den Kollegen, sondern auch mit Gästen, die es schaffen, in Erinnerungen behalten zu werden. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne, zum Beispiel Zechenpreller oder ein Pärchen, welches gegenseitig nichts vom Alkoholkonsum erfahren darf. Erwähnenswert ist für die Autorin auch, dass es auch im Leben einer Kellnerin mal schlechte Tage gibt, Tage an denen ein künstliches Lächeln schwer fällt, Tage an denen man lieber trauern würde, statt lächelnd zu bedienen. Aber auch schlechte Restaurantbewertungen sowie die Trinkgeld Regelung werden debattiert, da manche Gäste lediglich aufrunden oder gar kein Trinkgeld geben. Beispielsweise verlangt ein Gast nach einer Schmerztablette und gibt nach seinem Essen nichtmal 1 Cent Trinkgeld, ein anderer gibt der Kollegin Bärbel 10 Cent und meint daraufhin, sie solle sich das mit ihren Kollegen bitte teilen. 

"Wer Menschenkenntnis entwickeln möchte, sollte entweder Psychologie studieren oder in die Gastronomie gehen." (S. 12)

Ich liebe Erfahrungsberichte und habe im Vorfeld schon einige aus unterschiedlichen Berufsfeldern (Psychiater, Hebamme, Krankenschwester, Arzt, Rettungssanitäter und Gerichtsmedizinerin) gelesen und kann mich immer wieder aufs Neue von diesem Genre berieseln lassen. Jedenfalls hat auch dieses Buch mir wirklich gut gefallen, es war teilweise köstlich amüsant, andererseits bitter und ernst - eine gelungene Mischung und ein guter Einblick in die Gastronomie.

Fazit:  
Wer sich ebenfalls für Erfahrungsberichte interessiert, wird mit "Are you finished? - No, we are from Norway" bestens versorgt sein.

Samstag, März 05, 2016

[Durchgespielt] Final Fantasy XIII

Ich denke so ziemlich jeder kennt die japanische Spielereihe Final Fantasy. Wie auch in den meisten Final Fantasy Spielen ist auch in diesem Teil die Story ziemlich umfangreich, neu ist allerdings, dass die Geschichte v.a. zu Beginn der Handlung sehr verwirrend ist. Außerdem ist man in FF13-1 zum ersten mal in Final Fantasy an sogenannte Schlauchlevel gebunden. Das Intro des Spiels - also bis man sich einigermaßen frei bewegen kannt - dauert gut  15 - 20 Spielstunden und ist somit das längste Intro der Spielgeschichte...- glaube ich zumindest ;-) Anschließend folgt eine recht kurze Szene in der man sich frei bewegen kann, wobei man auch wieder an Schlauchlevel-Design gebunden ist.

  • Genre: RPG
  • Studio: Square Enix
  • Entwickler: Square Enix
  • Erscheinungsdatum: 2009 (PS3), 2014 (PC, Windows)
  • Konsolen/Geräte: PS3, Xbox 360, PC (Windows, iOS, Android)
  • USK: 12

Inhalt:
Ich versuche mal, den Inhalt des Spiels recht kurz und gleichzeitig nicht zu verwirrend zusammen zu fassen.  Im Grunde geht es um einen Konflikt von zwei Welten - Cocoon gegen Pulse. Diese Welten liegen seit ihrer Entstehung im Kreig. Beide Seiten denken, dass sie von der jeweiligen anderen Seite jederzeit angegriffen werden können. Gesteuert wird all dies durch sogenannte fal'Cie, einer Spezies von Leben, die übernatürliche Kräfte besitzen. Sie wurden vom Creator selbst erschaffen und spiegeln einen Teil seines Wesens wieder. 
Die fal'Cie von Cocoon und Pulse kämpfen gegeneinander, der genaue Grund soll aber an dieser Stelle nicht verraten werden.
 
Sollten die fal'Cie in Schwierigkeiten geraten, oder Wesen der jeweils anderen Welt spüren, verwandeln sie die Menschen in l'Cie. Dies sind Menschen, die durch eine Art Brandmal gekennzeichnet wurden und in der Lage sind Magie zu verwenden. Die l'Cie erhalten bei ihrer Verwandlung vom fal'Cie einen Fokus, der durch eine kurze Vision vermittelt wird. Die l'Cie müssen jedoch selbst herausfinden, was der genaue Fokus ist und wie diese Vision wahr werden kann. Sollten l'Cie es nicht schaffen den Fokus in einer gewissen Zeit zu erfüllen, so werden si zu Cie'th, willenlosen und mutierten Wesen, die keinerlei menschliches mehr besitzen. 

Mit diesem Hintergrundwissen, ist die gesamte Handlung eigentlich wesentlich einfacher zu verstehen. Nach einer anfänglichen Tragödie, bei der die Hauptcharaktere in l'Cie verwandelt werden, versuchen diese anfangs ihren Fokus zu verstehen. Dabei hat jeder der Helden ganz eigene Vorstellungen, ebenso wie Probleme und Ängste, die ihn davon abhalten könnten. Im Grunde geht es in den ersten Spielstunden nur darum, wie die jeweiligen Charaktere mit ihrer neuen Kraft und den damit verbundenen Problem leben können und wie sie versuchen sich ihren Weg durch Cocoon zu bahnen. Später, nachdem all diese Spielstunden fressenden Einleitungen durchstanden sind, bleibt von der eigentlichen Handlung nur wenig übrig. Schnell steht der eigentliche Erzfeind fest, sowie das Ziel diesen zu besiegen.

Das mit Abstand Außergewöhnlichste an diesem Teil ist das neue Kampfsystem. Die Kampfgruppe besteht aus maximal 3 Helden, wobei jeder Held diverse Rollen verkörpern kann. Leider ist nur ein Charakter gleichzeitig spielbar, die anderen beiden werden von der KI gesteuert. Die KI ist recht gut gelungen, wobei es auch häufiger den ein oder anderen Aussetzer geben kann. Man kann im Menü einige Formationen festlegen, die im Kampf abgerufen werden können und auch müssen. So können z.B. die Charaktere mehr Nahkampfschaden in einer gewissen Rolle verursachen, dafür jedoch können sie weder
Elementarmagie, noch Verstärkungen oder Flüche nutzen. Man benötigt v.a. für die Bosse immer wieder diverse Kombinationen von Charakteren, bzw. Rollen. Z.b. sind die Verstärkungs- und Schwächungszauber zum Ende des Spiels nahezu Pflicht, wobei man zu Beginn eigentlich komplett darauf verzichten kann. Jeder Gegner kann nach einer gewissen Anzahl an Angriffen, bzw. eher Stagger-Prozenten in einen Zustand gebracht werden, in dem er deutlich mehr Schaden nimmt und bei jedem Angriff zurück geworfen wird. Auch hierfür gibt es diverse Rollen, die diese Prozente wesentlich schneller erhöhen, als andere. Ihr merkt schon, das Kampfsystem ist ziemlich kompliziert auf den ersten Blick und man muss sich wirklich zuerst einfinden. Dafür ist ja immerhin das 20 Stunden Intro da ;-)

Das Aufrüsten von Waffen und Gegenständen ist ziemlich Farm-intensiv. Man benötigt Unmengen an Gil und Materialien. Diesen Teil des Spiels sollte man also erst ab Kapitel 11 genauer beachten, da man hier am ehesten farmen kann.

Fazit:
FF13-1 kann von der Handlung her eher weniger überzeugen. Das Spiel kommt erst nach dem Intro und der einleitenden Handlung richtig in Gang. Einige Charaktere sind auch unbeschreiblich nervig! Naja, dafür gibt es immerhin das Chocobo Chick, um jemanden wie Hope auszugleichen. Rechnet man das Intro aus dem Spiel, so bleiben einem je nach Lust an den zahlreichen Nebenmissionen ca. 10-20 Spielstunden eines sehr guten Final  Fantasy teils übrig. Das neue Kampfsystem ist anfangs gewöhnungsbedürftig und benötigt auch viel Übung, sowie Perfektionierung. Man muss mit einer schlechter zusammengestellten Gruppe weitaus mehr Farmen, als z.B. mit einem idealen Setup. Eine uneingeschränkte Empfehlung für FF13-1 kann ich leider nicht aussprechen.