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Montag, Dezember 19, 2016

[Rezension] Andreas Gruber : Racheherbst

Nachdem ich Rachesommer gelesen und für sehr gut befunden hatte, musste ich natürlich auch den Nachfolger der Reihe, Racheherbst lesen. 


  • Originaltitel: "Racheherbst"
  • Autor: Andreas Gruber
  • Verlag: Goldmann
  • Erscheinungdatum: 14.09.2015
  • Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch
  • Seiten: 512
  • Preis: 9,99€
  • ISBN: 978-3-442-48241-2
  • Leseprobe






 Der Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst. 

Die Gestaltung:
Das Cover ist schwarz gehalten und hat am rechten Rand etwas Glitzer. Mittig steht in Großbuchstaben und auf grauem Hintergrund der Buchtitel. Ein roter Faden geht durch den Buchtitel. Das Buch beginnt mit dem Prolog, ist in 59 Kapitel eingeteilt und endet mit dem Epilog und der Danksagung. Die Schriftart sowie Schriftgröße sind gut leserlich gewählt worden. 



Der Inhalt:
Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...


Meine Meinung:
Nachdem ich "Rachesommer" so toll fand, wollte ich natürlich sofort den Nachfolger "Racheherbst" lesen. Gesagt, getan habe ich mir das Buch sofort bestellt und am nächsten Tag war es schon da. Die Protagonisten sind wieder dieselben, der 54-Jährige Kommissar Walter Pulaski und die 34-Jährige Anwältin Evelyn Meyers. Mittlerweile hat Frau Meyers ihren Wunsch erfüllt und ist Strafverteidigerin. Neu dazu kommt Mikaela, die Mutter der getöteten Prostituierten aus Leipzig, die sich am Mörder ihrer Tochter rächen möchte. Die Story spielt drei Jahre nach "Rachesommer" und geht diesmal quer durch Europa.

Bereits der Prolog ist grausam und brutal und lässt auf eine spannende Geschichte hoffen und man wird auch definitiv nicht enttäuscht.

Auch "Racheherbst" hat wie sein Vorgänger zwei Handlungsstränge, nämlich den von Herrn Pulaski und Mikaela, der Mutter eines ermordeten Mädchens und den von Evelyn in Wien. Zwischendurch werden diese Handlungsstränge kurz durch Rückblenden unterbrochen und man erfährt mehr über die Morde.

Der Schreibstil von Herrn Gruber ist wieder einfach, flüssig und fesselnd und die Sätze sowie Kapitel sind überwiegend sehr kurz gehalten, was ich klasse finde. Die Geschichte ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben worden. 

Gut finde ich, dass man "Racheherbst" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, denn vieles wird nochmal erklärt und die Protagonisten werden erneut beschrieben, so dass die Reihenfolge der Bücher nicht so wichtig ist. Anstelle eines klassischen Klappentextes stehen hier zwei Steckbriefe, von Pulaski und Meyers.

Mir hat das Buch sehr gefallen, es war richtig spannend und ich hatte die 512 Seiten regelrecht inhaliert. Besonders zum Ende hin war es ein wahrer Pageturner. Die Geschichte an sich hält viele Wendungen bereit, so dass die Spannung zwischendurch nicht abflacht.


Fazit:
Ein sehr gelungener Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte und der mit seinem Vorgänger "Rachesommer" mithalten kann.



Montag, Dezember 12, 2016

[Rezension] Andreas Gruber : Rachesommer

Nachdem ich "Todesfrist" von Andreas Gruber so grandios fand, wollte ich unbedingt mehr von ihm lesen und habe mich der Reihe um "Rachesommer" gewidmet. 


  • Originaltitel: "Rachesommer"
  • Autorin: Andreas Gruber
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Erscheinungdatum: 14.02.2011
  • Format: Gebundene Ausgabe, Taschenbuch, e-Book, Hörbuch
  • Seiten: 416
  • Preis: 8,99€
  • ISBN: 978-3-442-47382-3
  • Leseprobe 






Der Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst. 

Die Gestaltung:
Das Buchcover zeigt einen rot-weißen, blutverschmierten Rettungsring und auch darunter auf dem grauen Holzboden liegt Blut. Im Rettungsring steht der Autorenname und der Buchtitel in Großbuchstaben. Auf dem Ring steht "Thriller". Das Buch beginnt mit dem Prolog, ist in 71 Kapitel eingeteilt und endet mit dem Epilog. Die Schriftart sowie Schriftgröße ist gut leserlich gewählt.

  Der Inhalt:
Vier mysteriöse Todesfälle, ein geheimnisvolles Mädchen – und ein Sommer der Rache

Wien. Vier wohlhabende Männer im besten Alter sterben innerhalb kürzester Zeit unter ähnlichen Umständen. Und nur die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufall ...

Leipzig. Mehrere Jugendliche, allesamt Insassen psychiatrischer Kliniken, sollen Selbstmord begangen haben. Kommissar Pulaskis Misstrauen ist geweckt, er beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn mit Evelyn zusammen, und ihre gemeinsame Spur führt sie bis zur Nordsee, zu einem Schiff, das ein schreckliches Geheimnis birgt ... 


 Meine Meinung:
Als Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez Fan wollte ich mal aus der Reihe tanzen und die Reihe um Kommissar Walter Pulaski lesen, die zurzeit zwei Bücher beinhaltet, nämlich Rachesommer und Racheherbst.

Bereits der Prolog nimmt mächtig an Fahrt auf und hat mich so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Der Leser erlebt hierbei mit, wie eine Frau namens Lisa einen Mann namens Edward in einem Cabrio ermordete. Die Story beinhaltet zwei Handlungsstränge, die in verschiedenen Städten, nämlich Wien und Leipzig, angesiedelt sind.  Zwischendurch werden diese Handlungsstränge kurz durch Rückblenden unterbrochen und man erfährt mehr über die Morde und die mysteriöse Frau aus dem Prolog.

Im ersten Kapitel lernen wir die Anwältin Evelyn Meyers kennen, die an einem Fall arbeitet und dafür sogar privat ermittelt. Ein pensionierter Kinderarzt ist in einem Abwasserkanal ertrunken aufgefunden worden und Evelyn will beweisen, dass der Schacht gut abgesichert war, damit die Baufirma ihres Onkels den Fall gewinnt und nicht insolvent geht. Doch im Laufe der Zeit kommen erneute, ähnliche Fälle hinzu und Evelyn glaubt nicht an einen Zufall. Im 5. Kapitel lernen wir den Kriminaloberkommissar Walter Pulaski kennen, der in Leipzig in Fällen von Jugendlichen in Psychiatrien ermittelt, die allesamt Selbstmord begangen haben sollen. Die Spuren führen Evelyn und Walter nach Norddeutschland, wo sie aufeinandertreffen und merken, dass ihre Fälle zusammenhängen.

Die beiden Protagonisten Evelyn und Walter wurden sehr gut ausgearbeitet und machten auf mich einen symphatischen Eindruck. Ich als Leserin konnte mich gut in sie hineinversetzen und hatte sie immer vor Augen. Bei Pulaski hat mir insbesondere gefallen, dass er sich so für die Opfer einsetzt und die Suche nach Beweisen und Hinweisen nicht erfolglos aufgibt. Pulaski selbst hat seine Frau an den Folgen einer Chemotherapie verloren, hat eine Tochter, ist ein sportlicher Vegetarier, aber auch starker Raucher und braucht ständig schwarzen Kaffee. 

Auch bei "Rachesommer" bleibt sich Andreas Gruber wieder seinem Schreibstil treu, einfach und flüssig, dazu hält er seine Sätze überwiegend sehr kurz. Die Geschichte wird aus der Sicht eines auktorialen Erzählers erzählt und die Kapitel sind recht kurz gehalten, was ich bei Büchern ansich sehr mag.

Erneut hat Andreas Gruber es geschafft, mich von sich zu überzeugen und ich konnte das Buch kaum mehr weglegen. Neben Fitzek ist er definitiv zu meinem Lieblings Thriller Autor geworden.

Fazit:
Ich empfehle es allen Thriller-Fans, aber auch Thriller-Neulingen und werde mir nach diesem gelungenen Reihenauftakt nun"Racheherbst" bestellen

 

Sonntag, Dezember 11, 2016

[Rezension] Heide Fuhljahn : Kalt erwischt

Wer mich länger verfolgt, weiß, dass ich Erfahrungsberichte liebe und diesmal geht's um das Thema Depression. Zu dem Thema habe ich bereits in der Vergangenheit viel gelesen und recherchiert und bin aber auch selbst davon betroffen, so dass ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe.

  • Originaltitel: "Kalt erwischt"
  • Autor: Heide Fuhljahn
  • Verlag: Diana Verlag
  • Erscheinungdatum:09. April 2013
  • Format: Paperback, Klappenbroschur, eBook
  • Seiten: 320
  • Preis: 16,99€
  • ISBN: 978-3-453-29115-7
  • Leseprobe







Die Autorin:
Heide Fuhljahn, geboren 1974 in Kiel, lebt heute in Hamburg und schreibt u.a. für "Brigitte". Als freie Fachjournalistin konzentriert sie sich seit vielen Jahren auf die Schwerpunkte Psychologie, Gesundheit und Ernährung. Inzwischen ist sie eine gefragte Expertin und hält zahlreiche Lesungen in Kliniken und auf Patientenkongressen.

Die Gestaltung:
Das Buchcover ist hellblau-grün gestaltet, mit einem schwarzen Loch und einer roten Leiter daraus. Der Buchtitel erstreckt sich über die obere Coverhälfte in roten Buchstaben. Das Buch beginnt mit einer Einleitung, ist in 19 Kapitel eingeteilt und endet mit einem Serviceteil, Register und Danksagung. Die Schriftart sowie Schriftgröße sind gut leserlich. 


Klappentext:
Jahrelang versucht die Journalistin Heide Fuhljahn gegen ihre Angst vor dem normalen Alltag, ihre tiefe Traurigkeit und ihre ständige Erschöpfung anzukämpfen. Bis sie in der Therapie erkennt, dass sie krank ist, Depressionen hat. Wie vier Millionen andere Deutsche auch. Tendenz steigend. In ihrem Buch beschreibt sie ihre Krankheit schonungslos und berührend zugleich und erklärt, welche Behandlungsmethoden möglich, wichtig und richtig sind.


Es kann jeden treffen. Depressionen sind vielschichtig, die Ursachen so zahlreich wie die Therapien. Nur, welchen Weg durch den Psycho-Dschungel soll man einschlagen? BRIGITTE-Autorin Heide Fuhljahn ist sowohl Fachjournalistin als auch Patientin. Nach mehreren Klinikaufenthalten und jahrelangen Therapien weiß sie, welche Faktoren Depressionen auslösen und wie die verschiedenen Varianten geheilt werden können. Anhand ihrer eigenen Geschichte zeigt sie, wie komplex die Krankheit ist und dass Frauen besonders und doppelt so häufig wie Männer betroffen sind. Dazu befragt sie Experten und stellt deren Tipps zu Medikamenten und Psychotherapien vor. Und sie macht Mut, denn sie versichert: Depressionen sind heilbar!

Meine Meinung:
Gerade in der heutigen Zeit kann es jeden kalt erwischen: Die Depression, das schwarze Loch, das einen umringt und nicht mehr loslassen will. Ca. 4 Millionen Menschen sind in Deutschland erkrankt und die Tendenz steigt, zudem kommt noch die Dunkelziffer dazu, nicht jeder traut sich das Thema anzusprechen oder Hilfe zu holen. Oftmals bekommt man vielleicht noch dumme Sprüche zu hören wie "Stell dich nicht so an" oder "Das ist ja nicht so schlimm". Psychische Krankheiten sind für viele immer noch ein großes Tabuthema oder werden erst gar nicht anerkannt.  

Buchzitat: "Depressionen sind kein Zeichen von Schwäche oder Faulheit. Nie!"


Die Autorin selbst lebt nun seit 3 Jahren "depressionsfrei". Ihr erster Zusammenbruch war im August 2006 auf einer Journalistenreise nach Norwegen. Sie leidet zu dieser Zeit an starkem Liebeskummer sowie Trennungsschmerz und ist in Therapie bei einem Psychologen, der zugleich Psychiater ist. Sie nimmt Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Antidepressiva und denkt an Suizid. Nach der Norwegen Reise bekommt sie von ihrem Psychiater eine Einweisung in die Klinik, ihr erster Klinikaufenthalt naht. Der Klinikaufenthalt wird im dritten Kapitel geschildert, zumindest der erste Kliniktag. Einiges kannte ich schon aus meinen Klinikalltagen, die Abläufe sind ja immer gleich oder sehr ähnlich mit Untersuchungen, Psychologen-Erstgespräch, Zimmereinteilung uvm. Nur die Mitpatienten waren bei der Autorin so, wie man sie sich nicht gerade wünscht.

Das zweite Kapitel handelt davon, wie sich eine Depression anfühlt. Ich hätte es selbst nicht besser beschreiben können, als Betroffene weiß ich es ja selbst, wie es sich anfühlt und fühlte mich durch das Buch auf einmal sehr verstanden. Das Kapitel endet mit einer Symptome-Liste und der Erklärung für die Einteilung im ICD. Das 5. Kapitel handelt von den Ursachen einer Depression, die hier auch wieder genau dargestellt werden. Das wären zum einen biologische Faktoren, zum anderen psychosoziale Faktoren, aber auch die Unfähigkeit zur Stressbewältigung und psychodynamische Faktoren. Darauf folgt ein Interview mit Privatdozent Dr. Reinhard Lindner. Auch finde ich super am Buch, dass alles anschaulich gestaltet wird, zum Beispiel mit Infografiken. Kapitel 8 beschäftigt sich mit dem Thema "Depressionen und Frauen" und zeigt unter anderem auf, dass Frauen häufiger depressiv werden, während Männer überproportional kriminell werden und dass eine Depression bei Frauen in der Regel länger verläuft als bei Männern. Im 10. Kapitel geht es dann um Psychopharmaka wie Antidepressiva. Frau Fuhljahn schildert hierbei ihre Erfahrung mit Medikamenten, die sie bekommen hatte, aber schreibt auch über Medikamentgruppen, die sie selbst nicht ausprobiert hat. Hierbei gibt es ein Interview mit einem Professor einer psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich über die Wirkung von Antidepressiva. Interessant fand ich auch Kapitel 12, welches sich mit verschiedenen Therapieformen beschäftigt. Im 18. Kapitel werden dann auch verwandte Krankheiten wie Persönlichkeitsstörungen oder Essstörungen aufgegriffen.

Wir begleiten die Autorin von ihrer Kindheit, die vom Tod ihrer Mutter geprägt wurde, zum Internatsleben und Abitur sowie Studium, die Jugend bishin zum Erwachsenenalter. 

Heide Fuhljahn vermischt in ihrem Buch Autobiografie mit Fachartikeln sowie Interviews, welches ihr sehr gelungen ist und auch gut verständlich für die Allgemeinheit gehalten ist. Sie selbst schreibt, dass sie das Buch geschrieben hat um anderen Frauen zu helfen, leichter und schneller Hilfe zu finden als sie sie gefunden hat.  Zum Schluss gibt es einen 15-seitigen Service Teil zur Selbsthilfe, der Antworten auf Fragen gibt (z.B. "Wann zum Hausarzt", "Wann zum Psychiater" etc.), aber auch Hilfsangebote und wichtige Internetadressen preisgibt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr hilfreich und nützlich, sowohl für Betroffene als auch für Angehörige von Betroffenen. Aber auch jeder, der mehr zum Thema Depression erfahren möchte kann auf dieses Werk zurückgreifen. 

Fazit:
Ein absolut lehrreiches Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag ♥

Donnerstag, Dezember 08, 2016

[Rezension] Catherine Rider : Kiss me in New York

Auf "Kiss me in New York" wurde ich durch Instagram aufmerksam und musste es dann einfach sofort haben, da es einfach perfekt in die kalten Jahreszeiten passt.



  • Originaltitel: Kiss me in New York: A Winter Romance
  • Autorin: Catherine Rider
  • Übersetzerin: Franka Reinhart
  • Verlag: cbt
  • Erscheinungdatum: 03.10.2016
  • Format: Broschiert, e-Book
  • Seiten: 288
  • Preis: 12,99€
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • ISBN: 978-3570164556
  • Leseprobe 




 Die Autorin:
Stephanie Elliot und James Noble sind die beiden Autoren hinter dem Pseudonym Catherine Rider. Stephanie Elliot arbeitet als Lektorin in New York und lebt mit ihrem Mann und ihrer fünfjährigen Tochter in Brooklyn. Sie ist fest davon überzeugt, dass Bialys besser schmecken als Bagels, normale Taxis den Uber-Taxis vorzuziehen sind und man Pizza niemals mit Besteck essen sollte. Sie reist unheimlich gern nach London, wo die Leute so höflich sind. James Noble ist Lektor und hat bereits mehrere Romane unter verschiedenen Pseudonymen verfasst. Als waschechter Londoner arbeitet er heute in einem Londoner Verlag. James liebt Pie & Mash und achtet beim Aussteigen in der U-Bahn immer auf die Ansage: »Mind the gap!«. Trotzdem verschwendet er viel zu viel Zeit auf den Gedanken, wie es wohl wäre, in New York zu leben. (Quelle: Amazon)


Die Gestaltung:
Das Cover besteht aus mehreren winterlichten, verschneiten Fotos, unter anderem von einem eng umschlungenen Pärchen. Das Buch ist in 13 Kapitel eingeteilt und endet mit dem Epilog. Die Schriftgröße ist ziemlich groß und somit wunderbar leserlich. Gut gefällt mir auch die Mistelzweig-Gestaltung über den Seitenzahlen und den Kapiteln. 




Der Inhalt:
Heiligabend, JFK-Flughafen, New York. Charlotte ist gerade wieder solo. Nach einem Auslandsjahr wurde sie von ihrem amerikanischen Boyfriend abserviert und will nun nichts mehr, als in den Schoß der Familie nach London zurückzukehren. Dann wird ihr Flug verschoben und Charlotte ein Hotel-Gutschein in die Hand gedrückt. Geht es noch schlimmer? Ja, geht es: Anthony will seine Freundin vom Flughafen abholen, doch die macht dort kurzerhand vor aller Augen mit ihm Schluss. Da hat Hardcore-Optimistin Charlotte eine Idee: Wieso verbringen sie und Anthony nicht gemeinsam mit ihrem neuen Ratgeber: Wie man in zehn Schritten über seinen Ex hinwegkommt den Heiligabend? Doch aus unbeschwertem Spiel wird bald romantischer Ernst.


Meine Meinung:
Schon alleine das Cover schafft es, mich als Leserin in eine winterliche Stimmung zu versetzen und dann spielt es auch noch in New York, einer Stadt, die ich gerne einmal bereisen würde.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Charlotte und Anthony verfasst und relativ lange gehalten. Im ersten Kapitel lernen wir Charlotte kennen, deren Freund vor zwei Wochen mit ihr Schluss gemacht hat und die nun Weihnachten mit ihrer Familie in England verbringen möchte. Weit weg von New York. Doch dank eines Sturms kommt es anders als geplant und sie muss Heiligabend in NYC verbringen. Außerdem lernt sie Anthony kennen, dessen Freundin ihn vor aller Augen am Flughafen abserviert hat. Doch anstatt den restlichen Tag und die Nacht in einem Hotel zu verbringen, zerreißt Charlotte ihren Hotelgutschein und auch Anthony will Weihnachten nicht alleine verbringen. Gemeinsam beschließen sie, sich an ein 10-Schritte-Buch zu halten, welches verspricht über eine Trennung hinwegzukommen.  

Die Protagonistin Charlotte ist etwas naiv, kommt aber sehr freundlich rüber, genauso wie Anthony. Ich fand beide Figuren auf Anhieb symphatisch, was definitiv ein großer Pluspunkt für diese Lektüre ist.

Der Schreibstil des Autorenduos ist leicht, flüssig und sehr modern, was anfangs für mich ziemlich ungewohnt war, was aber daran liegen könnte, dass ich im New Adult Genre nicht so bewandert bin. Sie schreiben außerdem in der "Ich-Form" aus abweschselnder Erzählperspektive von Charlotte und Anthony, somit konnte ich mich gut in die Personen hineinversetzen und hatte die Protagonisten immer vor Augen. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es innerhalb eines Tages verschlungen, vorallem weil es aus beiden Perspektiven geschrieben ist und so Einblick in die Gefühlswelt von Charlotte und Anthony gibt. Außerdem finde ich das 10-Schritte-Buch (Die 10 Schritte werden hier genau beschrieben) sehr hilfreich für Leute, die vielleicht selbst gerade eine Trennung durchleben und noch an Liebeskummer leiden. Die 10 Schritte könnte man somit einfach herausschreiben und für sich selbst umsetzen.

Fazit:
Nehmt euch eine Tasse Tee oder eine heiße Schokolade und lest dieses Buch, ihr werdet es keinesfalls bereuen. Es passt einfach perfekt in diese kalte Jahreszeit und ist für mich definitiv die schönste Winterromanze, die ich je gelesen habe.


 

Montag, November 28, 2016

[Rezension] Marina Mander: Katzen - eine unendliche Liebesgeschichte

Als Katzenmutti musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben, habe mich daraufhin für ein Exemplar im Random House Bloggerportal beworben und hatte Glück.

  • Originaltitel: Il potere del miao
  • Autorin: Marina Mander
  • Übersetzerin: Verena v. Koskull
  • Verlag: C. Bertelsmann
  • Erscheinungdatum: 21.11.2016
  • Format: Gebundene Ausgabe, e-Book
  • Seiten: 144
  • Preis: 12,00€
  • ISBN: 978-3570102824
  • Leseprobe 






 
Die Autorin:

Marina Mander wurde in Triest geboren und schreibt sehr erfolgreich Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Zuletzt erschien von ihr der Roman "Meine erste Lüge" im Piper Verlag, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Sie lebt mit ihren beiden Katzen in Mailand.


Der Inhalt:
Welche Denkanstöße und Lebensweisheiten können uns Katzen vermitteln? Die erfolgreiche Autorin Marina Mander ist seit ihrer Kindheit große Katzenfreundin. Charmant und kenntnisreich berichtet sie von persönlichen Erlebnissen, liebenswerten Anekdoten und wissenswerten Fakten. Sie erzählt, was uns Katzen in Sachen Müßiggang und echter Selbstliebe voraushaben und wie man lernen kann, sich etwas von ihrer Eleganz und ihrem ganz eigenen Zeitempfinden abzuschauen. Wir erfahren, warum zahllose Künstler – von Pablo Picasso bis Doris Lessing – die inspirierende Wirkung von Katzen genossen und sie zu ihren engsten Vertrauten gemacht haben. Und die Autorin ist sich gewiss: Hätte Freud statt seines Schäferhundes eine Katze bei den Sitzungen an seiner Seite gehabt, wäre vermutlich die gesamte Psychoanalyse anders verlaufen … Ein unterhaltsames, poetisches Buch voller Tiefsinn, Humor und Zärtlichkeit.


Meine Meinung:
"Wenn du nicht weißt, was du von einem Menschen halten sollst, frag deine Katze, wenn du nicht weißt, was du von dir selbst halten sollst, frag sie ebenfalls". Hach, das Buch besteht aus ganz vielen Sätzen, die ich am liebsten alle zitieren würde, so schön klingen sie.

Marina  Mander schreibt sehr bildlich und leicht überspitzt. Das Cover, welches eine getigerte Katze mit blauen Augen zeigt ist wunderschön und ein wahrer Eyecatcher für alle Katzenfans. Außerdem finde ich den geschwungenen "Katzen" Schriftzug sehr gelungen und schön anzusehen.

Anstelle von einem Inhalt ist das Buch eine reine Lobeshymne für Katzen oder besser gesagt die beiden Katzen der Autorin, die auf die Namen "Spritz" (Namensträger war hier Aperol Spritz und er ist ein rot-weiß getigerter Kater) und "Schatzi" (eine Siam Katze) hören. Auf dem Buchumschlag sieht man auch ein Bild von dem Dreiergespann, leider kann ich es euch aus urheberrechtlichen Gründen nicht zeigen. 

Die Anekdoten sind wirklich sehr unterhaltsam und man lernt sogar noch was dazu. Zum Beispiel weiß ich nun, dass ein Mensch 100 Minuten am Tag träumt und die REM Phasen für Katzen sowie Menschen überlebensnotwendig sind.

Fazit:
Ein richtiges Schmuckstück für alle Katzenliebhaber. 



Vielen Dank an das Random House Bloggerportal und C. Bertelsmann für die Bereitstellung dieses Buches.