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Montag, November 20, 2017

Ashley Piercing

Am Samstag habe ich mir ein neues Piercing stechen lassen, nämlich das Ashley Piercing. Das sitzt mittig in der Unterlippe, wird also diagonal von außen nach innen durch die Unterlippe gestochen.



Ablauf:
Wie bei jedem Lippenpiercing wird auch bei diesem erstmal von innen mit einer Mundspülung gereinigt und im Anschluss von außen desinfiziert. Dann wird ein Punkt angemalt, bei mir war der Punkt für mich direkt perfekt und so konnte ich mich auf die Liege legen und die Piercerin konnte die Zange ansetzen. Bei vielen Piercings empfand ich die Zange unangenehmer als die Nadel, diesmal war es anders herum. Die Zange spürte ich kaum, dafür den Stich umso mehr. Hat ganz schön geziept, vergleichbar mit einem Eskimopiercing, also schon deutlich mehr als ein gewöhnliches Labret. Aber der Schmerz ist ja zum Glück nur von kurzer Dauer, sobald der Stab dann durch ist, ist alles vergessen :)

Pflege
Von der Pflege gleicht es einem gewöhnlichen Labretpiercing. Von innen zwei Wochen lang nach jedem Essen eine Mundspülung, von außen 2x täglich Octenisept und den Stab dann etwas bewegen. Nach ca. 10 Tagen kann ich zum Stabwechsel hin. Der Ersteinsatz Stab ist natürlich sehr lang, da die Lippe stark anschwillen kann. Auf Milchsäure, Fruchtsäure und scharfe Speisen sollte man vorerst verzichten, genauso wie auf Alkohol und Rauchen.

Im Alltag:
Also als erstes ist meine Lippe ziemlich angeschwollen, was logisch ist. Das sieht dann erstmal gewöhnungsbedürftig aus, aber der Stab hat zum Glück noch genügend Platz, ist also lang genug, was man auf dem Foto auch sieht. Bin schon gespannt wie es dann nach 10 Tagen mit einem kürzeren Stab aussieht :)

Was das Essen anbelangt, konnte ich ganz normal zu Mittag essen an dem Tag. Da hat mich mein Labret damals in der Unterlippe deutlich mehr gestört, da konnte ich ja gar nicht essen, geschweige denn beim Zungenpiercing, da konnte ich ja 2 Wochen nur Babynahrung essen und kaum reden. Reden war erstmal komisch anfangs, aber daran habe ich mich schnell gewöhnt und mittlerweile merkt man es beim Reden nicht mehr. Trinken tue ich im Alltag schon immer mit Strohhalm, das habe ich mir damals beim Eskimopiercing schon angewöhnt, ist für mich also keine Umstellung.

Donnerstag, April 17, 2014

Interview: Rolf Buchholz ♥

Hallo ihr Lieben :)

Vor ein paar Tagen durfte ich Rolf Buchholz interviewen. Viele kennen ihn sicherlich schon aus Bodymod-Magazinen, aus dem Fernsehen oder aus dem Guinness-Buch der Rekorde. Der meist gepiercte Mensch der Welt ist 52 Jahre alt, kommt aus Dortmund, hat über 453 Piercings und arbeitet als Informatiker bei der Telekom.



Wie kamst du zu deiner Leidenschaft zu Bodymodification? 
Es fing alles 1999 auf der Tattoo Convention in Berlin an. Dort habe ich mein erstes Tattoo, ein Tribal am Bein, und mein erstes Piercing, ein Brustwarzen-Piercing bekommen. Ab da hatte ich Spaß an Tattoos und Piercings. Ich habe viele Tattoo Convention besucht, wo meine Tattoos entstanden sind. Kurz darauf habe ich das Deep Metal in Dortmund gefunden, eines der besten Piercing Studios. Hier sind ab da all meine Piercings entstanden. Ich wurde oft gefragt, warum ich mit den BodyMods angefangen habe, ich habe nie eine Antwort darauf gefunden. Ich glaube es ist einfach der Spaß daran. 

Welches war dein schmerzhaftestes Piercing ?
Es gibt keine schmerzhaften Piercings. Piercen geht so schnell, wenn man es merkt ist es schon vorbei. Da stellt sich nicht die Frage ob es weh tut. Das Problem ist eher was man sich dabei denkt. Das meiste spielt sich im Kopf ab. 

Gibt es ein Bodymod, dass du nicht wieder machen lassen würdest? 
 Keins. Ich bereue keine BodyMods die ich gemacht habe. Heute würde ich vielleicht manches anders machen, dieses liegt aber eher daran, dass es immer neue gute Tättowierer gibt die fantastische Tattoos machen. Ich bereue aber keines meiner Tattoos. 

Wie reagieren andere Leute auf deine Bodymods? Hattest du da schon schlechte Erfahrungen gesammelt? 
 Alle Leute schauen und drehen sich nach mir um. Viele Leute fragen nach einem Foto. Es kommen immer die selben Fragen: Tut das nicht weh? Wie viele Piercing sind das? Ja, es gibt auch negative Erfahrung. Diese sind aber sehr selten, daher macht es keine Probleme.

Welche Bodymods sind in Zukunft noch geplant? 
Ich habe noch nie Pläne für meine BodyMods gemacht. Deshalb gibt es auch keine konkreten Pläne für die Zukunft. 

Was rätst du Bodymod - Anfängern?
Anfängern kann man nur raten, sich zu informieren, bevor man sich BodyMods zulegt. Bei Tattoos kann man zum Beispiel auf Convention gehen und sich anschauen was möglich ist. Danach kann man sich dann überlegen was man haben will und nach dem richtigen Tätowierer suchen. Man sollte auf jeden Fall nichts übereilen. Bei der Auswahl der BodyMods sollt man sich Zeit lassen. Body Mods sollen Spaß machen und man sollte immer daran denken, dass sie für das ganze Leben sind.